Cloud, lokal oder externe Medien

Dieses Thema hat mich in den vergangenen Monaten intensiv beschäftigt. Wir alle häufen Daten an, wie z. B. Fotos, Videos, Mails, Notizen und App-Speicherstände. Jedes Jahr kommen dazu noch neue Smartphones heraus, die immer mehr an Bild- & Videodaten leisten. Somit steigt auch der Speicherverbrauch. Schnell sind hier Gigabytes an Daten vorhanden und wenn man nicht gelegentlich seinen Datenbestand prüft, kann das am Ende doch recht teuer werden, wenn man auf die bekannten Cloud-Dienste setzt.

Hier ist es egal, welche kostenpflichtige Cloud ich meine. Alle bieten zum Start eine gewisse Größe an Freivolumen an und überschreitet man dies, wird man, wenn man es weiter nutzen möchte, zur Kasse gebeten. Das ist jetzt nicht abwertend gemeint! Leistung kostet Geld.

Wie geht man nun am besten vor? Speichert man alles, was sich anhäuft, in die Cloud und lebt mit dem Umstand oder ist es besser sich ein NAS-System zu Hause hinzustellen und hier Terabytes an Daten sammeln zu können? Schlussendlich bleibt noch die gute alte externe Festplatte, die beizeiten dann auch ihren Dienst, durch einen Defekt einstellt.

Ich löse das privat auf folgende Weise. Einen Teil habe ich definitiv in der Cloud, gerade was Fotos oder Videos vom Handy betrifft, hier achte ich aber auf das, was ich speichere. Bei Fotos behalte ich nicht alle 30 Aufnahmen, die für einen Akt entstanden sind, nein, ich suche mir die beste Aufnahme heraus und diese landet in der Cloud, der Rest wird gelöscht. Bei Video bin ich anders. Hier lade ich mir das fertige Video herunter und kopiere mir dieses auf 2 externe SSD Festplatten. Videos über eine gewisse Länge erreichen schnell viele Gigabytes an Daten.

Mails, Speicherstände und Dokumente, bleiben in der Cloud, bis zur Löschung. Gerade E-Mails, die in Archiven liegen und keine Wichtigkeit besitzen, lösche ich sofort weg. Eine leere Inbox ist Gold wert, ein aufgeräumtes Archiv ist die Champions-League. Wichtige E-Mails haben in der Cloud nichts zu suchen und gehören lokal gespeichert oder ausgedruckt.

Ein NAS-System habe ich nicht (mehr). Mich ärgert die Wartung dessen und der Stromverbrauch. Beruflich sieht das anders aus, das hat hier aber nichts zu suchen. NAS-Systeme eignen sich meiner Meinung nach nur für Anwender, die tausende Daten sicher müssen oder sich nur schwer von erstellten Daten trennen können. Hier muss jeder seine eigene Linie fahren.

Externe Medien nutze nur als Datengrab bzw. Video-Sicherung. Es ist heutzutage lästig geworden, externe Medien aufzubewahren. Man nutzt diese auch nicht mehr wie früher, wo es den Cloud-Zwang oder die Option gab. Es ist ein kompliziertes Thema.

Schlussendlich habe ich vor ein paar Wochen damit begonnen, als dieses Thema aufkam, alle Daten, Fotos und Videos zu sichten. Dabei habe ich mehrere Tausend Fotos und Video gelöscht. Es waren rund 140 GB und die einzige Frage, die gestellt wurde, war, wann man sich das alles ansehen soll. Es würde Jahre dauern und vieles lag doppelt bis vierfach vor. Nach Abschluss dessen, konnte ich sogar mein Cloud-Abo um mehr als die Hälfte der Kosten verringern und der Umwelt leiste ich auch einen Dienst, denn je mehr Daten wir lagern, desto mehr Server und Leistung wird benötigt.

Datenminimalismus ist keine Krankheit oder überbewertet. Es holt einen auf den Boden der Tatsachen zurück, dass man nicht jeden Kram speichern muss. Denkt einmal an die Zeit zurück, in der wir Filmrollen zum Entwickeln abgeben mussten. Nach 14 Tagen wussten wir erst, ob die Bilder was geworden sind oder nicht und am Ende verschwanden die Bilder entweder im Fotoalben, wovon viele im Schrank vergammelten oder Kistenweise Fotos einzeln ruhten. Die Probleme der Daten gab es auch schon früher, aber heute gibt es viele Optionen, dieses in den Griff zu bekommen.


Dir gefällt was Du gelesen hast oder hast Du Fragen? Wenn Du mit mir in Kontakt treten möchtest, dann schreib mir doch oder folge meinem Blog per RSS-Feed. Ich würde mich freuen.