Minimalisten haben auch mal schlechte Tage

Nach Regen kommt Sonne

Eigentlich mag ich es nicht mich, als direkten Minimalisten zu bezeichnen, aber es passt gerade einfach zu gut. Ich rotiere auf allen Kanälen und im Kopf ist sehr viel los. Positives, aber leider auch Negatives. Das ist im erst Moment vielleicht nichts Besonderes und jeder hat diese Phasen. Der Unterschied ist, dass kaum ein darüber spricht oder seine Probleme zugibt.

Aktuell läuft vieles gegen den Strom und anderes lässt sich nicht so einfach lösen.

Hier geht es nicht um Belange oder Lebensnotwendigkeiten, nein, es ist das kleine Einmaleins, was mich zum Stolper bringt. Daher der Begriff Minimalist. Man kann aus einer Mücke auch einen Elefanten machen.

Es beginnt bereits beim Aufstehen, wo nach 5 Sekunden wieder der Kram im Kopf losgeht, warum man vor ein paar Stunden froh war endlich im Bett zu sein. So schön ich meinen neuen Platz zum Schreiben finde und die Freude, die dieser ausgelöst hat, so hat sich dadurch auch meine Sichtweise auf andere Bereiche verändert. Durch einen Klick oder Gedanken hinterfragt man vorher Gewohnheiten oder Bereiche, die zuvor nicht mal in greifbarer Nähe waren.

Es kostet mich aktuell Kraft, mit Achtsamkeit und Besonnenheit meinen Weg zu gehen. Daher auch dieser Blogpost. Mal ist es der Klingelton, der einen ankotzt, mal die Spülmaschine, die wieder ausgeräumt werden muss oder allgemein der Abend, wo man sich das dumpfe und hochintelligente TV-Programm schaltet.

Es ist noch viel mehr.
Aus einem bestimmten Grund ist das in den Genen vorprogrammiert. Hat man sich erst etwas Gutes getan, spielt man es mit Schlechtem, was man selbst so ansieht, herunter. Klar, neue Klamotten sind toll, neue Technik macht auch 14 Tage Spaß, aber wozu dieses Kopfkino? Ich glaube, es liegt am Jäger- und Sammler-Dasein, was wir seit tausenden Jahren praktizieren.

Zufriedenheit darf man nicht mit Glück bezeichnen. Glück kommt und geht, aber Zufriedenheit schafft man sich selbst und es beginnt UND endet im Kopf. Der ständige Drang immer besser zu werden oder noch minimalistischer zu leben, kann einen in den Wahnsinn treiben. Gut, vielleicht ist das zu hart, aber nicht weit davon weg.

Warum stellt man in Intervallen gewissen Entscheidungen infrage oder betrachtet diese als unumkehrbaren Fehler? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur für mich, dass es mir jetzt nach diesen Zeilen besser geht. Man muss Probleme nicht immer bis in kleinste Detail beschreiben, aber mal darüber reden oder schreiben, kann vieles im Leben vereinfachen.

Ich muss täglich mit Entscheidungen leben und umgehen. Einige davon sind umkehrbar, andere bestimmen den Weg, obwohl nicht der Weg, sondern die Richtung das Entscheidende ist.

Damit schliesse ich diesen Post. Man sollte einfach mal Dinge so laufen lassen, wie diese sich gerade ergeben.


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