Winter Frühling Sommer Herbst und der Klima-Partybus

Natur ist Natur

Die bekannten vier Jahreszeiten auf diesem Planeten, erlebt im Klima-Partybus. Von Geburt an leben wir nach den vier Jahreszeiten und richten unser Leben danach aus. Das erstaunliche ist, dass wir uns nach der Natur ausrichten und nicht die Natur nach uns. Das sehen wir auch aktuell immer mehr, denn wir sind nur Gast auf dieser Reise im Partybus.

Daher verstehe ich beim besten Willen nicht, wie wir mit dem Planeten und unserem Gastgeber umgehen. Durch Krieg geschuldet und durch Versagen der Politik war das Einsparen von Ressourcen und Energie noch nie so schlecht und minimal als zuvor. Es wird gelogen und mit der Panik Profit gemacht.

Auch meine Familie und ich mussten im Winter überlegen, dieser Spirale zu entkommen und teueres Gas bezahlen oder mit unserem alten Kaminofen heizen. Dass zu dem Punkt die Holzprodukte auch im Preis massiv zugelegt hatten, wussten wir nicht. Es war also ein Thema, das überlegt angegangen werden musste.

Natürlich registrieren wir hier unser Glück, überhaupt einen Ofen zu besitzen. Dieses Glück haben sehr wenige und die damalige Anschaffung war eher spontan. Gut, so viel dazu. Ich weiß noch das wir damals für 3 Schüttmeter Holz 180 EUR inkl. anliefern bezahlt haben. Prima dachte ich. Das ist super. Mehr brauchen wir dann nicht und lass dieses schnell bestellen.

Wer jetzt lacht, dem gönne ich dieses von Herzen. Der Anruf beim Forstbetrieb war kurz und bündig. Ich zittere das Gespräch: Holz? Holz zum Verbrennen. Ha ha ha, haben wir nicht mehr. Ich war baff und irritiert. Nach heutiger Sicht ist das klar gewesen. Die Idee, die ich hatte, hatten auch diejenigen, die auch im Besitz eines Ofens sind und schneller, als ich geschaltet haben. Das war Anfang September und nicht Dezember! Hier wusste auch noch niemand, welche Ausmaße das alles nehmen sollte. Die Party im Bus muss ja weitergehen, egal, was der Gastgeber hier für Hausregeln hat.

Es begann jetzt eine Zeit des Suchens und Verhandeln. Kurze Rede, langer Sinn. Ich habe über diverse Stellen Holz und Kohle erwerben können. Damit haben wir super den Winter überstanden und können hier dankbar sein. Das Klima vergisst man hier selbst von ganz allein und frieren ist ja keine Option. Mir wird komisch bei diesem Satz, aber so ist es doch. Hinterher weiß man Vieles bekanntlich besser.

Das mildert aber die Problematik und den Umgang mit unserem Planeten nicht. Wir leben so als wenn wir auf einer bunten Party sind und nachdem diese ausgefeiert ist, der letzte das Licht ausmacht und die Putzkolonnen aufräumen.

Viele Grüße hier nach Disney und dem Film Wall-E, der Letzte räumt die Erde auf.

Das Licht wird definitiv ausgehen, wenn wir so weiter machen. Wir als Familie versuchen täglich das zu optimieren, was geht. Leider stellen wir dann ernüchternd fest, dass dies niemals reichen wird und wir zu klein für eine so große Aufgabe sind. Ich weiß, dass man so nicht denken darf. Macht das jeder, kommen wir wirklich nicht weiter. Das sieht man ja jetzt.

Mich macht es eher wütend und es lähmt mich, tägliche Berichte über das Klima, den jetzt begonnen Frühling zu ertragen, wo es nur darum geht, wie viel Zeit wir noch haben, wenn wir dies oder das jetzt nicht in Angriff nehmen. Beim Frühling heißt es jetzt schon, dass bald der Grill angeheizt werden und die Party im Garten starten kann.

Statt dass sich jeder in den kalten Wintermonaten mal hinsetzt und sagt, wir packen das jetzt an und ändern was, wird hier stetig gefordert und genörgelt, was einem das eigene Leben verbessert und verschönert, koste es, was es wolle. Mir ist auch bewusst, dass diese Zeilen und der Blog, den ich seit Anfang dieses Jahres betreibe, einen Energieverbrauch haben. Dafür habe ich aber auch etwas getan. Wir haben viel in das Haus investiert, um unseren Energieverbrauch zu senken. Allein mein Büro ist 70 % effizienter als zuvor.

Ich will jetzt mein Dasein nicht mildern oder mich als Besserwisser aufspielen. Mir fällt nur auf das wir einfach weitermachen als, wenn nichts, passiert oder passiert ist. Frei nach dem Motto, die vier Jahreszeiten ändern sich nicht, also warum soll ich etwas ändern. Die Party läuft doch super, also DJ weiter bitte.

Das Problem wird hier sein, dass sich die vier Jahreszeiten ändern werden, wenn wir den Planeten weiterhin wie ein Partybus schunden. Wo ist die tolle Politik, die Wirtschaft und Energie in die Schranken weisen kann? Müssen Schokobons alle einzeln verpackt sein, muss die Banane oder die Paprika mit Gurke foliiert werden? Nein! Das sind auch alles nur Beispiele, die wir alle kennen und dessen Ausmaß, in der Gesamtsumme bewusst sind.

Ändert sich was? Zumindest so, dass es einen Mehrwert oder eine Verbesserung vorweist, nein. Ich wünsche meinen Kindern später auch Kinder und dass diese ebenfalls die vier gewohnten Jahreszeiten erleben dürfen. Das ein Winter ein Winter ist und das der Sommer nicht im Keller verbracht werden muss, wo nicht 50 Grad im Schatten sind.

Also, jeder kann hier sich selbst fragen, was er leisten kann, damit unser Gastauftritt auf diesem Planeten nicht zur Blamage und dem Totalausfall führt, denn die Natur wird sich für uns nicht verbessern, wenn wir sie wie Dreck behandeln.

Ich mag den Frühling unendlich und geniesse aktuell die immer mehr steigenden Temperaturen und den Gesang erster Vögel. Das gibt mir Freiheit, mehr Kreativität und ein schöneres Lebensgefühl.

Als Menschheit haben wir vieles erreicht und geschaffen, das darf aber nicht auf der Grundlange allen Lebens und der Natur geschehen. Die Partymusik endet einmal und die Endrechnung wird es zeigen, wo wir stehen.

Euch jetzt einen schönen Frühling und denkt mal darüber nach, was jeder leisten kann.


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